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2011: 4 Wochen Südschweden und Dänemark

Reiseteilnehmer: 2 Erwachsene, 2 Teenager


Sonntag, 10. Juli 2011
Fahrt von Eschenbach LU nach Egestorf, Distanz 890 km
Wir übernachten auf einem Wohnmobilstellplatz. Egestorf liegt zwischen Hannover und Hamburg in der Lüneburger Heide.


Montag, 11. Juli 2011
Fahrt von Egestorf nach Åhus, Distanz 480 km
Das Wetter ist schön und warm, etwas bewölkt. Über Puttgarden / Öresundbrücke fahren wir nach Dänemark/Schweden.

Öresundbrücke

Auf dem Campingplatz Regenbogen Åhus ist der Platz 27 für uns reserviert. Die beiden Jungs stellen ihr Zelt auf der WoMo-Parzelle auf. Es sind vorwiegend Schweden auf dem Platz. Der Campingplatz ist bewaldet, in wenigen Minuten erreicht man den Strand. Zum Campingplatz gehört auch eine Wellness-Anlage.

Dienstag, 12. Juli 2011
Wir gehen zu Fuss ins Städtchen Åhus, ca. 2,5 km oder 30 Minuten. Åhus ist ein typisches, malerisches Hafenstädtchen.

Hafen von Ahus

Wir kaufen im Coop noch Lebensmittel und Getränke ein. Zurück wollen wir mit dem Bus, doch der Buschauffeur akzeptiert kein Bargeld. Also steigen wir wieder aus und machen auch den Rückweg mit unseren Einkäufen zu Fuss.


Mittwoch, 13. Juli 2011
Bereits am Morgen ist es bedeckt und gegen Mittag beginnt es zu regnen. Wir lesen und vertreiben uns die Zeit im Wohnmobil. Am Nachmittag ziehen wir uns wetterfest an und machen uns trotz des Wetters zu einem längeren Spaziergang auf.

Donnerstag, 14. Juli 2011
Weiterfahrt nach Borgholm auf Öland, Distanz 242 km
Es hat die ganze Nacht geregnet. Das Zusammenräumen am Morgen ist eine Herausforderung! Auf der Fahrt schüttet es wie aus Kübeln, obwohl doch heute die Kronprinzessin Viktoria ihren 34. Geburtstag feiert und die ganze Königsfamilie auf Borgholm eine grosses Fest feiert.
Auf dem Campingplatz Kapelludden haben wir einen Platz reserviert. Der Stellplatz ist in der zweiten Reihe vom Ufer. Wir geniessen eine wunderbare Aussicht auf das Wasser. Aufgrund des Wetters schlafen die Jungs im Wohnmobil.

Freitag, 15. Juli 2011
Wir besuchen das Städtchen Borgholm. Es ist in 5 Minuten zu Fuss vom Campingplatz erreichbar. Wir kaufen in einem Systembolaget Wodka und Wein ein. Die Preise sind mit unseren vergleichbar.
Am Abend regnet es noch leicht, die Buben schlafen nochmals im Wohnmobil.

Samstag, 16. Juli 2011
Das Wetter ist besser! Es ist zwar bewölkt, bleibt aber trocken. Die Buben besuchen das Erlebnisbad, wir Erwachsenen fahren mit dem Bus nach Kalmar, der nächstgelegenen Stadt auf dem Festland.

Sonntag, 17. Juli 2011
Das Wetter ist ziemlich schön und warm. Zu dritt besuchen wir die Schlossruine von Borgholm.

Borgholms Slott

Von da gehen wir weiter zur Sommerresidenz Solliden des schwedischen Königshauses. Wir sparen uns dort jedoch den happigen Eintritt und folgen Sabina auf einem verschlungenen Waldweg zum Meer hinunter. Von dort spazieren wir zurück nach Borgholm und essen im Restaurant etwas Kleines. Zurück beim Wohnmobil ist es bereits wieder bedeckt und windig.
Unsere erste Ferienwoche ist damit vorbei. Sie hat uns nach einer langen, anstrengenden Anreise ein unerwartet frisches und teilweise sehr nasses Wetter gebracht. Wir hoffen, dass es besser wird!

Montag, 18. Juli 2011
Unser letzter Tag in Borgholm:
Die Jungs geniessen nochmals das Erlebnisbad auf dem Campingplatz. Danach gehen wir ins Dorf Pizza essen. Auf dem danebenliegenden Minigolf gibt es ein erstes Familienturnier. Gewinner ist mit knappem Vorsprung Sacha.

Dienstag, 19. Juli 2011
Weiterfahrt nach Kolmården, Distanz 304 km
Abfahrt bei strahlend blauem Himmel, kurz vor Kolmården geraten wir in ein Gewitter mit sintflutartigem Regen. Auf dem Campingplatz ist der Himmel wieder wolkenlos.

Mittwoch, 20. Juli 2011
1. Tag Kolmården:
Wir fahren mit dem Bus in den Zoo von Kolmården. Im Bus kann man nicht mit Bargeld bezahlen, nur mit Kreditkarte. Die Fahrt geht zwar nur 4 km, aber wir brauchen fast eine halbe Stunde wegen stop-and-go auf der Zoo-Zufahrt. Auf der Rückfahrt lässt uns der Buschauffeur gratis mitfahren. Die Bezahlerei mit der Kreditkarte war ihm wohl zu aufwändig!

Schimpanse im Tierpark Kolmarden

Donnerstag, 21. Juli 2011
2. Tag Kolmården:
Die Wetterprognosen sind für den Nachmittag schlecht. Wir entschliessen uns kurzfristig schon heute nach Stockholm weiter zu reisen. Wir erhalten sogar eine vorausbezahlte Tagespauschale zurück!

Der Campingplatz Ängby ist sehr gut besetzt. Wer zu spät kommt, stellt sich auf den Parkplatz vor dem Camping. Wie erwartet regnet es am Nachmittag und die Buben schlafen die erste Nacht wieder im Wohnmobil. Wir fahren trotz des Regens mit der Tunnelbana nach Gamla Stan und und schauen uns das Königliche Schloss an.


Freitag, 22. Juli 2011
Wir besuchen das Vasa Museum. Mit einer deutschen Führung erhalten wir einen guten Überblick über die kurze Geschichte des Kriegsschiffes Vasa aus dem 17. Jahrhundert. Es ist nur rund 30 Minuten gesegelt und noch im Hafen von Stockholm gesunken.

Wasa-Museum

Am Abend machen wir zu zweit nochmals alleine eine kleine Stadtbesichtigung.


Samstag, 23. Juli 2011
Für heute ist eine Schärenfahrt mit einem alten Dampfschiff auf dem Programm. Obwohl es ziemlich bedeckt ist, erwischen wir auf dem Heck einen relativ windstillen Platz und fahren bis nach Vaxholm raus. Auf dem Rückweg ziehen wir uns jedoch gerne zum "ficka" (zu deutsch Kaffee und Kuchen) ins warme Schiffsrestaurant zurück.

Schärenfahrt nach Vaxholm

Danach gibts noch ein wenig Shopping, bevor wir wieder zum Campingplatz zurückfahren. In der Zwischenzeit ist es wieder so warm und sonnig (30°), dass die Buben zum zweiten Mal die angrenzende Badi geniessen können.
Auf diesem Campingplatz hat es erstaunlich viele Schweizer. Sie stellen wohl die grösste Ausländergruppe noch vor den Norwegern oder Dänen!


Sonntag, 24. Juli 2011
Wir besuchen heute die Palastwache bei ihrem Wechsel. Am Sonntag geschieht dies mit musikalischer Unterstützung und vor viel Publikum.
Die Fahnen stehen heute alle auf Halbmast wegen des Attentats in Oslo und auf Utøya NO.

Palastwache Stockholm        Stadshuset Stockholm    

Nach der Zeremonie spazieren wir bei schönem Wetter zum Stadshuset, müssen jedoch feststellen, dass die Turmbesteigung bis auf weiteres "sold out" ist. Wir spazieren weiter am Mälarsee hinauf und genehmigen uns im Trendlokal Mälarpaviljongen einen Drink.

Restaurant Mälarpaviljongen Stockholm

Danach suchen wir das Hardrock-Café und essen ein frühes Abendessen. Das Wetter ist wolkenlos und die Jungs genehmigen sich noch ein Bad im Mälarsee.


Montag, 25. Juli 2011
Letzter Tag in Stockholm:
Wir fahren noch ein letztes Mal mit der Tunnelbana ins Zentrum. Wir besuchen die berühmte Markthalle "Saluhall" im Quartier Östermalm. Sie ist viel eleganter als jene in Barcelona und stellt einen eigentlichen Delikatessentempel dar. Leider kommen wir direkt vom Frühstück!
Danach wechseln wir ins trendige Quartier Södermalm. Zurück in Gamla Stan genehmigen wir uns nochmal ficka. Wir schicken die Jungs voraus auf den Campingplatz und gehen allein nochmals in die Shoppingmeile. Das beabsichtigte Glas Wein endet mit einem herrlichen Räksallad im schönen Restaurant Victoria, ein würdiger Abschluss unseres Stockholm-Aufenthaltes.


Dienstag, 26. Juli 2011
Weiterfahrt nach Karlstad, Distanz 362 km
Wir besuchen unterwegs Mariefred am Südufer des Märalsees. Es wirkt mit seinen Häusern und dem Hafen wie die Kulissen eines Inga Lindström-Filmes.

Kirche Mariefred        Schloss Mariefred

Wir wechseln über Brücken und kleine Inseln wieder auf die Nordseite des Mälarnsees. In Västerås besuchen wir einen McDonalds und kaufen im benachbarten Einkaufszentrum ein. Kurze Zeit später halten wir bei einer IKEA an und müssen feststellen, dass sie genau gleich wie bei uns aussehen.
Wir kommen um 17 Uhr auf dem Campingplatz Skutberget an. Das Wetter ist traumhaft, die Stellplätze gross und ohne Bäume. Der Campingplatz ist sehr gut eingerichtet. Auch WiFi-Hotspots sind grosszügig übers Areal verteilt. Es muss hier allerdings tagelang stark geregnet haben. Die Stellplätze sind völlig durchnässt, das Gras "saftet" bei jedem Schritt und ein Traktor zieht überall Wohnmobile auf die Strässchen.
Hier dominieren eindeutig die Norweger. Wir sind wohl die einzigen Schweizer.


Mittwoch, 27. Juli 2011
Nach einer wunderbaren Nacht erwartet uns der nächste Tag mit strahlend blauem Wetter. Wir schwimmen alle im Vänersee und lassen es uns gut gehen. Das erste Mal in diesen Ferien suchen wir den Schatten!

Strand am Vänernsee in Karlstad

Donnerstag, 28. Juli 2011
Nach einem angebotenen Fussballtraining am Vormittag gehen die Jungs wieder an den Strand. Wir Erwachsenen fahren mit dem Bus ins Zentrum von Karlstad. Das Städtchen wird durchzogen von Wasserläufen und Grüngürteln dem Wasser entlang.


Freitag, 29. Juli 2011
Weiterfahrt nach Göteborg, Distanz 286 km
Wir verlassen die E18 nach Norden und fahren am Laxsjön vorbei, wo wir vor drei Jahren schon einmal verweilten.
Bei den Schleusen von Trollhättan verfolgten wir eine bemerkenswerte Schleusendurchfahrt.

Viele kleine Ausflugsschiffe warten auf die Schleusenfahrt. Dann geht es los.

Schleuse in Trollhättan        Schleuse in Trollhättan

Der Gegenverkehr lässt uns dann aber verblüffen.

Tanker in der Schleuse Trollhättan

Die Einfahrt muss genau passen.

Tanker in der Schleuse von Trollhättan        Tanker in der Schleuse von Trollhättan  

Angekommen in Göteborg fahren wir zum Campingplatz Lysebergbyn. Er ist der einzig enttäuschende Campingplatz auf unserer Reise. Der Stellplatz, den wir zugewiesen bekommen, ähnelte sehr einem grossen Parkplatz. Am Rand von Rasenparzellen ist längs der Asphaltstrasse ein Parkfeld eingezeichnet, auf welchem gerade mal unser WoMo Platz gehabt hätte. Ganz knapp der Länge nach hätte man in einer Reihe noch Stühle aufstellen können. Also gehe ich zurück zur Rezeption. Da ich einen Platz für ein WoMo reserviert hätte (man beachte: im Februar davor), wäre das schon der richtige Platz. Ich insistierte auf eine Geldrückgabe, da wir unter diesen Umständen einen anderen Campingplatz suchen wollten. Sie gaben uns dann aber den hinterletzten Reserveplatz, der eigentlich noch teurer gewesen wäre, zum selben Preis. Ausser dem total überhöhten Preis, war der Campingplatz ansonsten einwandfrei.
Auf dem neu zugewiesenen Platz besteht sogar die Möglichkeit, dass die Jungs ihr Zelt wieder aufstellen können.


Samstag, 30. Juli 2011
Wir lösen eine 3-Tages-Bus-Karte und fahren nach Lilla Bommen am inneren Hafen. Vom Riesenrad aus geniessen wir die Sicht über Göteborg.

Hafen von Göteborg        Aussicht vom Riesenrad

Danach fahren wir (so richtig Touristen-like) mit dem Hop on - Hop off - Boat durch die Kanäle Göteborgs.
Erster Halt ist die Fiskkyrkan, wo wir uns einen Lunch gönnen.

Fiskkyrkan Göteborg

Auf der Weiterfahrt passieren wir Brücken, die sehr sehr niedrig sind. Wir werden aufgefordert nicht nur die Köpfe runter zu halten, sondern sogar, uns zwischen die Sitzbänke zu kauern. Ungläubiges Staunen bei den Passagieren, aber je näher die Brücke kommt, umso mehr Passagiere "kauern".

Kanalfahrt in Göteborg        Niedrige Brücken

Die Jungs schauen sich danach im Hafen noch einen Zerstörer von innen an, derweil wir uns einen Apéro gönnen. Danach schlendern wir noch etwas um den Kungsplatsen, bevor wir zum Campingplatz zurückkehren.
Am WoMo hängt ein Schild, wir sollen uns bitte an der Rezeption melden. Das zusätzliche Zelt wird nicht akzeptiert, und wir müssen es abbauen.
Diesen Campingplatz werden wir nie wieder besuchen.


Sonntag, 31. Juli 2011
Wir fahren mit dem 5er- und dem 11er-Tram nach Saltholmen zu einer Schärenfahrt. In Göteborg sind die Schären-Boote in der öV-Karte inbegriffen.
Sehr viele Städter fahren am Sonntag zum Badeplausch auf die Schären. Die Boote sind sehr gut besetzt.
Wir haben für uns die Insel Brämö ausgewählt. Die Insel hat zwei Häfen. Wir steigen am Nordhafen aus und gehen zu Fuss über die Insel. Es sind bloss 2 km.

Schäreninsel Brämö        Südhafen von Brämö

Nach einem Mittagessen auf der Insel steigen wir am südlichen Hafen wieder auf ein Schiff, das uns nach Göteborg zurückbringt, vorbei an prächtiger Landschaft.

Schären vor Göteborg        Schären vor Göteborg  

Schären vor Göteborg

Diese Insel scheint autofrei zu sein.

Montag, 1. August 2011
Heute räumen wir den Campingplatz in Göteborg. Am Abend erwarten wir unsere Tochter, die in diesem Sommer zusammen mit einer Freundin mit Interrail durch Europa gefahren ist. Sie werden nach Göteborg mit dem Zug weiterfahren nach Oslo und Bergen, bevor sie dann auch wieder in die Schweiz zurückkehren.
Wir werden in der folgenden Nacht mit der Fähre von Varberg nach Greena (DK) übersetzen und die letzten Tage in Dänemark verbringen.

Wir fahren mit dem WoMo zur Insel Tjörn, wo wir 2008 schon mal "unter der Brücke" übernachteten. Danach fahren wir nach Skärhamn, dem Hafenstädtchen mit dem lachenden Kirchturm.

Skärhamn

Über die Insel Orust fahren wir zurück zum Festland und nach Göteborg.
Wir treffen unsere Tochter zum Abendessen im HRC. Danach übergeben sie uns noch einige Säcke Schmutzwäsche zum nach Hause nehmen und wir überspielen mal die Fotos von ihrer Camera-SD-Karte auf meinen Laptop zur Sicherung.

Weiterfahrt nach Varberg, Distanz 78 km
Nach der Verabschiedung fahren wir gen Süden und verbringen die Nacht mutterseelenallein auf dem Parkplatz vor dem Fährhafen. Rangierlärm vom nahen Güterumschlagplatz lassen uns aber kaum schlafen.


Dienstag, 2. August 2011
Um 7.00 Uhr öffnen die Schalter und wir können sogleich auf die Fähre fahren. Wir gönnen uns an Bord einen Brunch im Speisesaal. Die Fähre ist bestimmt nicht ausgebucht.

Weiterfahrt nach Blåvand, Distanz 258 km
Nach Ankunft der Fähre fahren wir nach Blåvand. Im Supermarkt kaufen wir noch ein, bevor wir zum Campingplatz Hvidbjergstrand fahren. Dieser Campingplatz ist seine 5 Sterne wert. Unsere Parzelle ist riesig und wir haben ein eigenes Bad/WC. Der Rasen ist so gross, dass wir sogar KUBB darauf spielen können.


Mittwoch, 3. August bis Samstag, 7. August 2011
Mit KUBB spielen, baden, Minigolf spielen, lesen und langen Strandspaziergängen lassen wir in diesen Tagen unseren Urlaub ausklingen. Auch das Dorf ist in Fussdistanz zu erreichen. Mit wenigen Ausnahmen ist das Wetter strahlend und heiss.

Blavand        Sandstrand in Blavand  

Blavand03.jpg        Sandstrand in Blavand  

Sonntag, 7. August 2011
Heimfahrt bis Frankfurt, Distanz 788 km
Am Morgen packen wir alles wieder zusammen. Unser Ziel ist ein Stellplatz nördlich von Frankfurt. Da wir diesen weder unter der angegebenen Adresse noch mit den Koordinaten finden, wird der Tag sehr lang und wir übernachten schliesslich wieder einmal mehr auf einer Raststätte an der Autobahn.


Montag, 8. August 2011
Heimfahrt bis Eschenbach LU, Distanz 466 km
Bei einem Einkauf in einem Campingzubehör-Shop kaufen wir uns noch einiges an Material zum für uns günstigen Euro-Kurs.
Am späten Nachmittag treffen wir wieder in Eschenbach ein.

Wir sind glücklich und dankbar, dass wir alle wieder gesund zu Hause sind.